Wie jeden letzten Sonntag im März wird auch dieses Jahr wieder an der Uhr gedreht. Am 30. März 2014 wird die Uhr um 2:00 um eine Stunde auf 3:00 vorgedreht. Wir wechseln von der Zeitzone MEZ (Mitteleuropäische Normalzeit) in die MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit). Doch warum wir das eigentlich tun, weiß niemand mehr so genau.

Die Umstellung bringt nichts

Vor mehr als 30 Jahren versprach man sich durch die Einführung der Sommerzeit niedrigere Energiekosten. Nach wenigen Jahren stand schon fest, dass man zwar Abends weniger Licht braucht, dafür aber morgens mehr geheizt werden muss. Seitdem immer mehr Leute Energiesparlampen nutzen, verstärkt sich die Energieverschwendung noch mehr.

Und es gibt noch mehr Probleme. Müdigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit. Wir bringen unseren Körper aus dem Takt. Es fehlt am morgen danach eine Stunde Schlaf, das Frühstück will nicht so recht schmecken und bei der Arbeit ist man müde und schlecht gelaunt. Und das für 80 Millionen Menschen auf einmal. Die Wirtschaft kostet das wahrscheinlich Millionen. Einige Branchen leiden besonders.

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Alle Unternehmen, die mit Fahrplänen zu tun haben, kriegen Probleme. Bei der Deutschen Bahn werden während der Umstellung auf Sommerzeit zusätzliche Züge eingesetzt, um den Fahrplan einzuhalten, denn der Zug muss eine Stunde schneller sein. Bei der Rückstellung auf Normalzeit stehen die Züge dafür eine Stunde lang im Bahnhof.

Auch bei der Softwareentwicklung müssen die Effekte berücksichtigt werden. Bucht ein Kunde bei Blacklane eine Limousine für den 30. März um 2:30 nachts, gibt es ein Problem. Denn diese Uhrzeit gibt es nicht. Solche Probleme müssen abgefangen werden. Schlimmer wirds, wenn das während der Winterzeitumstellung passiert. Denn dann gibt es die Uhrzeit zwei Mal. Und man weiß nicht, welche der beiden Zeiten gemeint ist. Im System muss man dann die Zeitzone mitspeichern. Und der Kunde muss wissen, welche er meint.

Um solche Probleme zu umgehen gibt es allerlei unsinnige Modelle. Beispielsweise "dehnt" SAP-Software die Zeit während der Winterzeitumstellung. Die Zeit läuft einfach nur noch halb so schnell, um die Daten konsistent zu halten.

Abschaffen, sofort!

Die Sommerzeit ist sinnlos. Sie kostet der Wirtschaft Millionen. Ich fordere die sofortige Abschaffung und die konstante Beibehaltung der Normalzeit. Und damit scheine ich nicht ganz alleine zu sein. Über 55.000 Menschen haben die Petition
zur Abschaffung der Sommerzeit mitgezeichnet