Seit jeher hat der Mensch neue Distanz-Kommunkationsformen geschaffen. Die Post, die Telegraphie, dann das Telefon, Instant Messaging. Alles Dinge, die unglaublich nützlich sind. Man führt ein Telefonat, redet, kriegt Antworten, das ist Kommunikation! Bei Facebook läuft das anders.

Jeder entleert in dieser Online-Bedürfnisanstalt seine Sprechblase, wie es ihn gerade drückt. Die Mixtur landet dann in einer Übersicht, einer Art Pissrinne, bei der man sich jeden Tropfen chronologisch geordnet anschauen muss - ironischerweise nennt man diesen reißenden Strom kommunikativen Abwassers den "Stream". Aber damit nicht genug! Mark Zuckerberg, oberste Klofrau, reichert die Notdurft mit Werbung an und verdient damit so viel Köttel, dass er beim baldigen Börsengang richtig auf die Kacke haut. Das ganze stinkt zum Himmel!

Jetzt stellt sich mir also die Frage: Warum habe ich mich damals da überhaupt angemeldet? Natürlich weil es neu war und ausprobiert werden musste. Als neugieriger Mensch und Early-Adopter, muss ich jedes Stück Hightech sofort in die Finger kriegen, um es zu testen. Und genau darum ging es. Um das testen. Der Test ist beendet, ich kann mit dem Dreck nichts anfangen. Tschüss Facebook, nach mir die Sintflut!

In drei Tagen kommt der Account weg - ich will schließlich allen die Gelegenheit geben, die mit mir in Kontakt bleiben wollen, mir Ihre Mail-Adresse zu hinterlassen.