Fröhliche Weihnachten! Jetzt wo ich mal wieder mit einem grenzenlos reißerischen Titel jegliche Aufmerksamkeit auf meiner Seite habe, wird es Zeit, aus gerechnet heute einen guten Freund öffentlich zu bashen (Sorry, Thorsten!). Aus Gründen der Identitätsverschleierung verschweige ich einfach mal seinen Namen. Er behauptet gelegentlich (aber sehr ausdauernd), eine Idee und ein Business Plan würden reichen, um Venture Capital zu kriegen. Das ist Bullshit.

Investoren sind keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Niemand gibt dir Unmengen Kohle aus purem Altruismus. Man soll es nicht glauben, diese Leute sind doch tatsächlich darauf aus, ihr Geld zu vermehren. Mit ein bisschen Grips kommt man dann darauf, dass sie sich Gedanken machen werden, ob die Firma auch wirklich läuft. Dein Job ist es also, diese Jungs davon zu überzeugen, dass die Finanzen fließen (werden). Da reicht eine Idee und ein Business Plan nicht.

Um es ganz genau aufzurollen, zerfällt dein Job also in zwei Komponenten. Es muss bereits Geld reinkommen (du hast Kunden) und es müssen Wachstumsmöglichkeiten bestehen. Wenn du also eine Dienstleistung erbringst, hast du ein Problem. Dienstleistungen skalieren nicht. Je mehr Kunden, desto mehr Arbeit. Du kannst nur 8 Stunden pro Tag arbeiten. Wenn du also eine Dienstleistung hast, mach ein Produkt daraus, das du verkaufen kannst, ohne zu arbeiten.

Das sind die Grundpfeiler. Als nächstes gibt es einige Fragen, die Investoren stellen werden. Es läuft auf zwei Fragekomplexe hinaus: "Warum sollen wir ausgerechnet Ihnen Geld geben?" und "Funktioniert es oder werden Sie es versauen?"

Du solltest also die Konkurrenz in- und auswendig kennen. Und du solltest detailiert darlegen können, warum du ganz besonders bist. Und du solltest beweisen können, dass der Laden wirklich läuft und auch weiter laufen und wachsen wird.

Und dann hast du Investoren. So einfach ist das.