Wie in meinem letzten Post geschrieben, bin ich momentan dabei mein Startup zu launchen. Ich bin IT-Consulting-Hacker-Berater-Dings und habe keine Ahnung von Marketing, ich mache also jede Menge Fehler. Und das ist aus zwei Gründen ganz hervorragend. Zum Einen kann man wunderbar weitersagen, was man so alles falsch macht. Man nimmt damit anderen Leuten das Fehler-machen ab. Hätte mir vorher jemand gesagt, was man alles falsch machen kann, wäre ich sehr dankbar gewesen. Zum Anderen bringe ich immer wieder gerne folgendes Zitat:

Was unterscheidet den Profitorwart vom Amateur? Der Profi hat mehr Bälle durchgelassen.

Klar hat er. Er hat ja auch mehr gespielt. Fehler machen ist also klasse. Da gibts was zu lernen. Und wer genug lernt, ist ziemlich schnell Experte.

Ich habe also folgendes gelernt:

Start-Up LaunchBild: Gurke, Lizenz

4. Kunden suchen nach Problemen, nicht nach Lösungen

Wer ein innovatives neues Produkt verkauft, kann nicht erwarten, dass die Leute nach der Lösung suchen. Sie geben Ihr Problem in Google ein und schauen mal, was so zu finden ist. Statt meine Keywords also auf die Lösung auszurichten, nehme ich die Keywords, die auf das Problem abzielen. Ich biete beispielsweise mein Produkt Leuten an, die nach Fisch fangen suchen, nicht nach Angel. Oder Wiener Schnitzel statt Restaurant Berlin. Ich will die Leute, die nach Quietschender Tür suchen, nicht nach Sprühvaseline.

Das hat Vorteile: Ich kann den Leuten erklären, warum mein Produkt die Lösung ist, sie bleiben länger auf der Seite. Ich kriege mehr Fragen von den Kunden und potentiellen Kunden gemailt, das hilft mir, das Produkt weiter zu optimieren. Und: Ich kann Teile der Lösung gratis auf die Website packen.

3. Geben ist seeliger denn nehmen

Ich packe so viel wie möglich völlig gratis auf die Seite. Das ist nicht nur nett, sondern zieht auch Leute an. Ich will das definitiv ausbauen. Die größte Änderung hat sich ergeben, als ich die kostenlose Anmeldung von rechts nach links gerückt habe.

Statt dem Preis für die PremiuGeschäftm-Version (599,- €) sehen meine potentiellen Kunden nun einen Button zum kostenlosen Anmelden. Und mal ehrlich: Es schadet mir nicht. Jemand, der privat oder für sein kleines Unternehmen ab und zu Kundenfeedback braucht, kann es gerne umsonst nutzen. Vielleicht empfiehlt er es ja weiter.

Große Firmen hingegen, die massig Umfragen rausballern werden an dem Premium-Account nicht vorbeikommen. Sollen Sie auch nicht. Die können es sich leisten.

2. Krasse Scheiße, das Video!

Auch, wenn das keine gelernte Lektion im eigentlichen Sinne ist. Videos sind klasse. Ich werde ein Erklärvideo direkt auf die Startseite packen, das mein Produkt und die Probleme von denen es die Welt erlöst, in wenigen Minuten beschreibt. Leider etwas aufwendig zu produzieren, aber dafür kriege ich so die Grundansätze direkt in die Köpfe meiner Kunden gebeamt.

1. Wissen ist Macht

Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte. - Henry Ford

Ich schon.

Ich hänge einige Stunden am Tag vor Charts, Balkendiagrammen, Flussdiagrammen und komplizierten Zahlentabellen. Mit Google Analytics sehe ich ganz genau, wie viele Besucher wann wo wie welche Seite aufrufen, wie lange sie bleiben und wo sie hingehen. Auch von meinem AdWords-Account gibt es Unmengen Statistiken. So sehe ich ganz genau, wie viele Besucher über welche Anzeige kommen, was sie durchschnittlich machen und ob mein Produkt war, was sie gesucht haben. So kann ich ganz genau optimieren. Am Anfang habe ich trotz 4.000 Anzeigenschaltungen keinen Seitenbesucher gehabt, der überhaupt das Anmeldeformular gesehen hat. Mittlerweile sind es 40 mal mehr. Ein weiterer Grund, warum mein Produkt Kunden gewinnt. Es bietet mehr Wissen über die Kunden meiner Kunden.

Verbreitet die Kunde! :)

Mein Projekt RateCode macht Kundenbefragungen dadurch einfach, dass die Umfrage über einen QR-Code erreichbar ist. Es ist ein Tool für jene Firmen, die einfach nicht an genug Meinungen ihrer Kunden heran kommen.